Lettland: Digitaler Vorreiter

13. November 2025

Lettland: Vorreiter bei Digitalisierung

Die neue Botschafterin von Lettland, I.E. Ingrīda Levrence, besuchte das IRE in Salzburg.

Salzburg. Seit Sommer 2025 ist I.E. Ingrīda Levrence Botschafterin von Lettland in Österreich. Eine Verbindung zum IRE besteht seit dem letztjährigen 20. Salzburg Europe Summit, bei dem Ingrīda Levrence als Sprecherin, damals noch als Under-Secretary des lettischen Außenministeirums, war. Zusammen mit dem lettischen Honorarkonsul in Salzburg, Karl Winding, besuchte die Botschafterin nun das Institut der Regionen Europas (IRE). Dabei besprachen sie und IRE-Vorsitzender Franz Schausberger aktuelle politische Entwicklungen in Lettland und Europa.

Der vom lettischen Parlament mit Mehrheit Ende Oktober beschlossene Ausstieg aus der Istanbul-Konvention des Europarats für den Schutz von Frauen gegen Gewalt tritt nicht in Kraft, da dieser Beschluss von Staatspräsident Edgars Rinkēvičs zurückgewiesen wurde. Der Beschluss war Ende Oktober mit den Stimmen der mitregierenden Bauernpartei und der Opposition gefasst worden. Dies erklärte die neue lettische Botschafterin Ingrīda Levrence anlässlich ihres Besuches am IRE am 13. November 2025. Lettland wäre das erste EU-Land gewesen, das sich aus dem Vertrag zurückgezogen hätte. 

Lettland ist mit etwas über 1,86 Mio. Einwohnern ist ein kleines EU-Mitgliedsland, das geografisch und strategisch an einer sehr wichtigen und sensiblen Position in Europa liegt. Der aktuelle Konflikt Ukraine/Russland wirkt sich auf den Alltag in Lettland aus, da der Anteil der russischen Bevölkerung liegt bei ca. 24 Prozent liegt. Während die ältere russische Bevölkerung noch gewisse Bindungen an Russland hat, ist dies bei den Jungen kaum mehr der Fall. Die Grenzlage zu Russland und Belarusführt immer wieder zu kritischen Situationen, weshalb in Lettland die Ausgaben für die Landesverteidigung bei 5 Prozent des Budgets liegt.

In den Bereichen Digitalisierung und e-government nimmt Lettland Europa weit eine Vorreiterrolle ein. Das Land gilt als Vorreiter im digitalen Sektor, insbesondere da es seit 2020 die gesamte Verwaltung im Bauwesen digitalisiert hat und das einzige EU-Land ist, das eine digitale Nachverfolgung von Bau- und Abbruchabfällen ermöglicht. Ein eigenes Portal dient als zentrale Anlaufstelle für alle digitalen Behördendienste, darunter Steuererklärungen, Gesundheitsakten und Unternehmensregistrierungen. Das Institut der Regionen Europas sei an einer engeren Zusammenarbeit mit den Städten Lettlands, insbesondere mit der Hauptstadt Riga besonders interessiert, erklärte IRE-Vorsitzender Franz Schausberger. Die Hauptstadt Riga mit knapp 600.000 Einwohnern wäre ein wertvoller neuer Partner für das europaweite IRE-Netzwerk, so Schausberger.
von Stefan Haböck 19. Februar 2026
Der neue Landesrat für ländliche Regionen, Maximilian Aigner, besuchte das Institut der Regionen Europas (IRE) zu einem Gedankenaustausch. Salzburg. Seit Dezember 2025 ist Maximilian Aigner Mitglied der Salzburger Landesregierung und als Landesrat für Land- und Forstwirtschaft, Wasser, Energie, Nationalpark, Asylquartiere und Volkskultur zuständig. Mit 25 Jahren ist er das jüngste Mitglied einer Landesregierung in Österreich. Der Tamsweger studierte Geschichte, Politische Bildung und Religion an der Universität Salzburg und unterrichtete unter anderem an einer Volksschule und an der Musikmittelschule. Am 18. Februar besuchte Landesrat Aigner das Institut der Regionen Europas (IRE) und tauschte sich mit IRE-Vorsitzendem Franz Schausberger über die Zukunft des Föderalismus und aktive Regionalpolitik im vereinten Europa aus. Landesrat Aigner betonte, dass in seinem Herzen Europa, Österreich, Salzburg und die Regionen Platz haben. Denn so müsse man leben, man dürfe das eine nicht gegen das andere ausspielen. Videostatement von Landesrat Maximilian Aigner: >>> In meinem Herz haben Europa und Salzburg Platz
von Stefan Haböck 18. Februar 2026
Die oststeirische Marktgemeinde Pöllau ist neues Mitglied im europaweiten Netzwerk des Instituts der Regionen Europas. Pöllau. Knapp 6000 Einwohner zählt die im steierischen Bezirk Hartberg-Fürstenfeld gelegene Marktgemeinde Pöllau. Die Geschichte der Gemeinde im Naturparkpark Pöllau, Teil des malerischen Jogllandes, reicht bis ins Jahr 1163 zurück. Heute lebt die Gemeinde von Tourismus sowie der Landwirtschaft und von erfolgreichen KMUs im Produktionssektor. Neben dem prächtigen ehemaligen Stift Pöllau lädt die wunderschöne Landschaft zu einem Besuch in der Region ein. IRE-Vorsitzender Franz Schausberger freut sich über den Beitritt und die Verstärkung des europäischen IRE-Netzwerkes und bedankt sich bei Herrn Bürgermeistere Josef Pfeifer, der seit 2023 die Geschicke der Gemeinde lenkt. Mehr Informationen >>> Marktgemeinde Pöllau
von Stefan Haböck 4. Februar 2026
Bei einem Treffen mit Stefan Haböck, Ukraine-Experte und Policy Advisor am Institut der Regionen Europas (IRE), tauschte sich eine ukrainische Delegation über grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Regionen, sowie die Fortschritte bei der Dezentralisierungsreform aus. Wien. Ende Jänner traf IRE-Policy Advisor Stefan Haböck eine Delegation aus der Ukraine, bestehend aus Vertreterinnen und Vertreter von Regionalverwaltungen, Universitäten, Europa-Regionen und zivilgesellschaftlichen Organisationen, zu einem Arbeitsgespräch in Wien. Die 2014 gestartete Dezentralisierungsreform gilt als ein großer Erfolg und gab den lokalen Selbstverwaltungsgemeinden (Hromadas) mehr Macht. Die stärkere regionale Entwicklung und Demokratie war auch entscheidend für die Resilienz in den Regionen zu Beginn der vollen Invasion Russlands in die Ukraine im Jahr 2022. Der Krieg gegen die Ukraine hat die Dezentralisierung auch verlangsamt, sind doch viele Regionen (Oblaste) und lokale Selbstverwaltungsgemeinden (Hromadas) nun als Militärverwaltung (wenn auch unter ziviler Führung) eingestuft. Doch weiterhin besteht das Ziel, die Gemeinden und Regionen in der Ukraine weiter zu stärken. In den vergangenen Jahren habe sich mehrere ukrainische Regionen (Oblaste) auch zu Europa-Regionen zusammengeschlossen, um für den intensivierten internationalen Austausch ihre Stärken zu bündeln. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Regionen in der EU dient dabei dem best-practice Austausch zwischen Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft. Foto (v.l.n.r.): Stefan Haböck ( IRE ), Vasyl Poluyko ( Direktor Westukrainisches Ressourcenzentrum ), Oksana Bohutska ( Internationale Beziehungen der Regionalverwaltung Oblast Czernowitz ), Tetjana Schawlowska ( Direktorin des Regionalen Entwicklungszentrums der Geisteswissenschaftlichen Universität, Ismajil ), Prof. Myroslava Mylenka (Professorin für Ökologie an der Karpaten-Nationaluniversität, Iwano-Frankiwsk ) und Prof. Ihor Kaspuk ( Vizerektor für Internationale Zusammenarbeit der Universität für Wirtschaft und Recht, Lemberg ).
von Stefan Haböck 2. Februar 2026
MONTENEGRO ALS FRONTRUNNER
von Stefan Haböck 2. Februar 2026
DEMOGRAPHISCHER WANDEL ALS HERAUSFORDERUNG
von Stefan Haböck 4. Dezember 2025
Prime Minister of Romania in Vienna: High-Level Reception at the Romanian Embassy
von Stefan Haböck 2. Dezember 2025
Fedir Maksymiuk absolvierte erfolgreich ein Praktikum am Institut der Regionen Europas (IRE). Salzburg . Der österreichischte Student mit ukrainischen Wurzeln Fedir Maksymiuk absolvierte erfolgreich ein 1-monatiges Praktikum am IRE in Salzburg. Der Student im Bachelorstudium PPÖ (Politik-Philosophie-Ökonomie) an der Universität Salzburg, der auch als Studienassistent tätig ist, verfasste im Rahmen seines wissenschaftlichen Praktikums eine Arbeit mit dem Thema: " Kärnten als subnationaler politischer Akteur: Paradiplomatie und Multi-Level-Governance im Alpen-Adria-Raum ". Wir danken Fedir herzlich für sein Engagement am IRE und wünschen alles erdenklich Gute für den weiteren beruflichen und privaten Weg! Alle Arbeiten unserer Studentinnen und Studenten stehen kostenfrei >>> hier zum Download zur Verfügung
von Stefan Haböck 2. Dezember 2025
Das Institut der Regionen Europas (IRE) feierte mit dem rumänischen Generalkonsulat den "Tag der Einheit". Salzburg. " La mulți ani, România" , hieß es am 1. Dezember 2025 im rumänischen Generalkonsulat in Salzburg. Anlässlich des Nationalfeiertages von Rumänien lud Generalkonsul Radu-Dumitru Florea zu einem Empfang. Nach Begrüßung durch Landtagsabgeordneten Josef Schöchl begeisterte das 23jährige rumänische Ausnahmetalent Daria Văcăroiu singend und mit der Harfe das Publikum mit einer Mischung aus rumänischen Gedichten und Volksliedern. Die Volkstanzgruppe "DOR" (Foto) aus Oberösterreich rundeten das Programm mit traditionellen Tänzen ab. Am 1. Dezember begehen die Rumäninnen und Rumänen den "Tag der Einheit". Bereits 1861/62 vereinigten sich die Fürstentümer Moldau und Walachei und die Region Dobrudscha, womit sie den Grundstein für den heutigen rumänischen Staat legten. Nach dem 1. Weltkrieg, am 1. Dezember 1918, schlossen sich weitere Regionen, wie Siebenbürgen und Bukowina, mit Rumänien zu einem größeren Land zusammen.
von Stefan Haböck 1. Dezember 2025
Dr. Aisa Henseke wurde neu in den Vorstand des Instituts der Regionen Europas (IRE) gewählt. Salzburg. Seit der Generalversammlung im September 2025 ist Dr. Aisa Henseke neues Mitglied Vorstandes des Instituts der Regionen Europas (IRE). Die im serbischen Ljubovija geborene Aisa Henseke studierte Geographie an der Universität Salzburg mit einem Abschluss in Land und Regionalentwicklung und städtische Raumplanung. Danach arbeitete sie als Forschungsassistentin für die Research group Urban Landscape Ecology. Nach einer Tätigkeit als Assistentin am Institut der Regionen Europas (IRE) von 2010 - 2012 erlangte Aisa Hanseke ihr Doktorat in Naturwissenschaften an der Universität Salzburg. Seit 2015 ist sie Büroleiterin des Forschungsinstitutes für Politisch-Historische Studien Salzburg und spricht Deutsch, Englisch, Bosnisch, Kroatisch und Serbisch.
von Stefan Haböck 26. November 2025
IRE Generalsekretär Joachim Fritz und IRE Trustee Andreas Kiefer waren in Genf, um an der 9. Session der PPP (Public-Private-Partnership) Arbeitsgruppe innerhalb der UNECE teilzunehmen. Genf. Die UNECE (United Nations Economic Commission for Europe) ist als Organisation innerhalb der Vereinten Nationen (UNO) zuständig für die wirtschaftliche Kooperation in Europa im Rahmen des SGD Ziele (Sustainable Development Goals). Die UNECE PPP Working Group beschäftigt sich mit allen Fragen rund um Public-Private-Partnership Projekte für Gemeinden, Regionen, Staaten und Unternehmen. Unser IRE-Generalsekretär Joachim Fritz und Kuratoriumsmitglied & Föderalismus-Experte Andreas Kiefer führten im Rahmen dieser PPP UNECE Working Group i nhaltlich tiefgehende und aufschlussreiche Diskussionen und Gespräche über neueste Entwicklungen und Initiativen in dem Bereich, unter anderem mit Jelena Tadić (PPP Investment, Belgrad), Obrad Tadic (Smart Energy Invest, Belgrad), Tony Bonnici (UNECE PPP Abteilungsleiter) und Elisabeth Türk (Direktorin für Wirtschaftskooperation, UNECE). Das Institut der Regionen Europas (IRE) unterstützt die Ziele der SDG und vernetzt Gemeinden, Regionen und Unternehmen aus der EU und den Beitrittskandidatenländern im Bereich best practice.
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