Interview: H.E. Annika Markovic, Ambassador of Sweden

9. Dezember 2023

"We are open for more regional cooperation"

Interview with H.E. Annika Markovic, Ambassador of the Kingdom of Sweden in Austria, on 1st December 2023 in Salzburg.

 

IRE: Your Excellency, you represent the Kingdom of Sweden in Austria since 2021. What are your impressions about Austrian culture, traditions and lifestyle? What is most different compared to your homeland?


I am very happy living in Austria and having this chance and opportunity to explore and learn more about this country. Vienna, where I reside, is a very liveable city with lots of things to do and plenty of culture and music which I love. I also love to travel in Austria and to understand how different the Bundesländer are. I see Austria as a more traditional and religious country than Sweden, which is ranked one of the most secular countries in the world. Austrians are embracing traditional values and culture, and this makes the way of living a bit different from Sweden. For example, fewer women work, especially full time, and the division of labour in the family is more traditional. On the other hand, the pace of living in the countryside is not as stressful as in many parts of my country.

 

Austria is a federal state, Sweden an unitary state with regions that execute some kind of self-government. As IRE we are aiming to strengthen the regions and municipalities within Europe. Can you briefly explain what the position of the regions and municipalities in Sweden is?


I would say that the greatest difference is the taxation right, which in Sweden is on the regional/municipal level with some adjustments between the larger richer regions and the poorer with less inhabitants. The state taxation right is many levied on the richer part of the society/those that earn the most. This makes the regions/municipalities very influential in determining the spending. Also, since Sweden is a very large country, geographically speaking, there are great differences between the less populated north and the more industrialized south. However, since the northern part has an abundance of cheap electricity from hydropower, the balance of “power” is changing and a lot of electricity intensive industries are relocating to the North.

 

Are there relations between Swedish and Austrian regions and/or municipalities and do you see areas of improvement for this?


The Embassy has already promoted stronger relations between the Graz/Steiermark and the Linz/Upper Austria region with regions in Sweden. We believe that on the regional level, there is scope for more collaboration, especially when it comes to the green transition. We would welcome more collaboration on this. We have worked on a violence prevention project with Västerbotten, a region in Sweden, and Steiermark in Austria. The project started with an exchange based on experiences and best-practices to prevent domestic violence in rural and remote areas. The two regions have continued their dialogue since our initial involvement, and this is a good example of how bilateral relations between similar regions can benefit both. This is just one example, there are many fields were a bilateral exchange and cooperation can benefit both countries. For a few years now, we have been working on a bilateral innovation project, mainly in the area of green mobility, energy, circularity and digitalization. Our next step is to take this away from Vienna and to focus on similar regions in Sweden and Austria, for example Linköping and Linz.

 

Sweden is known as country that is much involved in diplomacy and international relations. We are within a period of multiple crisis we haven’t experienced for decades. What do you think are the main challenges Europe is facing and how Sweden is approaching them?


Europe is facing many challenges at the same time. The need to counter climate change and promote a more sustainable way of living, the energy and economic crisis, the lack of competitiveness in Europe and the need to support Ukraine against the aggressor Russia in this terrible ongoing war. There are also other conflicts that need our urgent attention as well as the migration pressure on Europe. Sweden had assumed the Presidency of the Council of the European Union at a time of historic challenges for Member States and our four priorities were security, the green transition, competitiveness, and democratic values. Other challenges which Europe is facing are the conflict in the Middle East, EU enlargement and the Multiannual Financial Framework 2021-2027 which will be on the agenda of the upcoming European council.

 

Distinguished Ambassador, we thank you very much for the visit at our Institute in Salzburg!

 

 

 

von Stefan Haböck 2. April 2026
In einer autoritären Welt mit immer aggressiver auftretenden Mächten, bietet die EU besonders für kleinere und mittlere Staaten Schutz und Vorteile. Salzburg. Island wird Ende August 2026 ein Referendum über die Wiederaufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union durchführen. IRE-Vorsitzender Fanz Schausberger begrüßt die Entscheidung der Regierung in Reykjavík und sieht die wiederbelebte Debatte rund um den Europäischen Einigungs- und Erweiterungsprozess positiv. Sowohl der tragische Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine als auch die Drohungen der Trump-USA gegenüber Kanada und mehreren europäischen Staaten haben in Europa die Erweiterungspolitik wiederbelebt. Nachdem die Ukraine und die Republik Moldau Kandidatenstatus erhielten und Montenegro sich einen EU-Beitritt 2028 zum Ziel setzte, hat auch im Norden Europas die Diskussion um Schutz innerhalb eines demokratischen vereinten Europas wieder Fahrt aufgenommen. „ Völkerrechtliche Normen, Abkommen und Prinzipien wie territoriale Integrität werden schrittweise durch das Recht des Stärkeren ersetzt. Für kleinere und mittlere Staaten stellt das eine Gefahr dar, für manche wurde es mittlerweile zu einer Überlebensfrage ,“ erklärt IRE-Vorsitzender Franz Schausberger. Eine Mitgliedschaft bietet besonders kleinen und mittleren Staaten die Chance der gleichberechtigten Mitsprache und Mitbestimmung, aber auch Schutz und Solidarität in Krisenzeiten. Information: Island hat zwar 2013 den Beitrittsprozess unterbrochen, vor allem wegen der Frage von Fischereipolitik, ist aber in den EU-Binnenmarkt integriert und Schengen-Vollmitglied. Die aktuelle Regierung des Inselstaates, der rund 400.000 Einwohner hat, betonte, dass innerhalb der EU und mit gleichgesinnten Ländern die Interessen des Inselstaates stärker vertreten werden können. Das in Salzburg ansässige Institut der Regionen Europas (IRE) setzt sich seit 2004 für eine aktive Erweiterungspolitik der Europäischen Union ein und unterstützt Gemeinden, Regionen, Institutionen und Unternehmen bei grenzüberschreitender Vernetzung und Kooperation. Foto: Franz Schausberger mit I.E. Helga Hauksdóttir, Botschafterin von Island in Wien
von Stefan Haböck 24. März 2026
Bilaterale Themen und geopolitische Entwicklungen waren Thema beim Austausch mit europäischen Diplomatinnen und Diplomaten in Wien. Wien. Zum mittlerweile zehnten Mal veranstaltete das Institut für die Regionen Europas (IRE) die sogenannte „Konoba-Diplomatenrunde“. In entspannter Atmosphäre im kroatischen Restaurant „Konoba“ in Wien führten IRE-Vorsitzender Franz Schausberger und Generalsekretär Joachim Fritz Gespräche mit diplomatischen Vertretern verschiedener europäischer Länder über aktuelle politische Themen und Entwicklungen. Dieses Mal nahmen teil (Foto, v.l.n.r.) I.E. Susan Eckey, Botschafterin von Norwegen S.E. Vito Cecere, Botschafter von Deutschland S.E. Siniša Bencun, Botschafter von Bosnien und Herzegowina Zu den besprochenen Themen gehörten die Perspektiven der jeweiligen Länder auf die Entwicklungen im Nahen Osten und in der Ukraine und deren Auswirkungen auf die europäische Sicherheitsstruktur, allgemeine Entwicklungen in der europäischen Politik und die bilaterale Zusammenarbeit zwischen Österreich und den jeweiligen Ländern. IRE-Vorsitzender Franz Schausberger nutzte das Treffen auch, um den diplomatischen Vertretern seinen Dank für den stets anregenden und substanziellen Austausch auszusprechen und die ausgezeichnete und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den in Österreich akkreditierten Diplomaten hervorzuheben.
von Stefan Haböck 20. März 2026
Internationale Konferenz: Kohäsionspolitik in der Ukraine
von Stefan Haböck 20. März 2026
Die südoststeirische Stadt Radkersburg ist nun auch Mitglied des Netzwerkes des Instituts der Regionen Europas (IRE). Bad Radkersburg. Die Stadt hat rund 3.200 Einwohner und liegt an der Mur, direkt an der Staatsgrenze zu Slowenien. Die Stadt ist in enger Zusammenarbeit mit der slowenischen Gemeinde Gornja Radgona (Oberradkersburg), die bis zum Jahr 1919 eine gemeinsame Gemeinde bildeten. Durch den Friedensvertrag von Saint-Germain wurde die Stadt geteilt. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1182 als „Rakersburg“. Die Stadt wurde vom Habsburger Albracht I. neu angelegt und 1299 als Stadt erstmals erwähnt. Radkersburg war aufgrund seiner Grenzlage zu Ungarn seit dem 13. Jahrhundert immer wieder in kriegerische Auseinandersetzungen vor allem mit den Osmanen verwickelt und zur Festung ausgebaut. Die Wiedereröffnung der Murbrücke im Jahr 1969 führte zu einer Annäherung der beiden Teile. 1975 wurde die Stadt zum Kurort erklärt und führt seit 1976 die Bezeichnung Bad Radkersburg. Seit dem EU-Beitritt der Republik Slowenien 2004 und dem Beitritt zu Schengen 2007 sind die Grenzen wieder offen und ermöglichten zahlreiche grenzüberschreitende Projekte. 1978 wurde Bad Radkersburg als bisher einzige Stadt Österreichs mit der Europagoldmedaille für Denkmalpflege ausgezeichnet. Die Stadt ist Mitglied im Verband „Kleine historische Städte“. In der Stadt finden sich sämtliche wichtigen Baustile vertreten, von der Romanik bis zum Jugendstil und der Gegenwart.
von Stefan Haböck 18. März 2026
EUROPÄISCHER AUSSCHUSS DER REGIONEN GEGEN ZENTRALISMUS BEI REGIONALFÖRDERUNG
von Stefan Haböck 18. März 2026
Entwurf zu neuer EU-Regionalpolitik als Gefahr für kleine Regionen
von Stefan Haböck 26. Februar 2026
EU ist Gegenmodell zu autoritären Systemen
von Stefan Haböck 26. Februar 2026
IRE-Wahlanalyse - Lokalwahl St. Pölten 2026
von Stefan Haböck 25. Februar 2026
Das vom Institut der Regionen Europas (IRE) und der Bildungsdirektion Salzburg jährlich veranstaltete Finale des Landessprachenbewerbs 2026 zeigte auch heuer wieder das enorme Sprachentalent von mehr als 250 Schülerinnen und Schüler aus 31 Salzburger Schulen. >>> alle Fotos vom Event „ KI ist hilfreich, kann aber nie das persönliche Gespräch ersetzen “, betonte Landesrätin Daniela Gutschi beim Festakt. Dass man sich darüber keine Sorgen machen müsse, bewiesen die mehr als 250 jungen Sprachentalente am 24. Februar 2026 beim Finale des Landessprachenbewerbs in der Pädagogischen Hochschule Stefan Zweig in Salzburg. Bei dem vom Institut der Regionen Europas (IRE) und der Salzburger Bildungsdirektion veranstalteten Finale traten Schülerinnen und Schüler aus 31 Salzburger Schulen in mehreren Kategorien gegeneinander an. In Spanisch, Englisch, Französisch, Russisch und Italienisch lösten die jungen Talente verschiedene mündliche und schriftliche Aufgabenstellungen oder traten im Switch-Bewerb gegeneinander an. Durch den gesamten Sprachenbewerb geführt wurden die Jugendlichen von den engagierten Lehrerinnen und Lehrer, die diese Erfolgsgeschichte von Anbeginn mit Herzen mittragen. Bei dem auf das Finale folgenden Festakt, auch dieses Jahr wieder charmant moderiert von Marina Schlager (ORF Salzburg), wurden die glücklichen Gewinnerinnen und Gewinner prämiert und erhielten Sachpreise der Sponsoren und Partnerunternehmen. Dieses Jahr stellten die großzügig unterstützenden Unternehmen mehr als 800 Sachpreise und Gutscheine für die Jugendlichen zur Verfügung. LAbg. Dr. Josef Schöchl (Vorstand IRE), Bildungsdirektor HR Dipl. Päd. Rudolf Mair und PH-Vizerektor Dr. Matteo Carmignola betonten in ihren Grußworten sowohl die pragmatische als auch bildungsbezogene Relevanz von Sprachenerwerb und Wissenserwerb. In einem interaktiven Workshop, schwungvoll und unterhaltsam gehalten von Markus Schwinghammer (DisInfo Consulting Gmbh) setzten sich die Jugendlich aktiv mit dem Thema Desinformation und online Propaganda auseinander und erfuhren, wie man diese erkennen und sich dagegen wappnen kann. Musikalisch umrahmt wurde der Festakt vom fantastischen Chor der 6. Klasse des Musischen Realgymnasiums Akademiestraße. Ein großes Dankeschön geht an die beiden Hauptsponsoren der Veranstaltung, Raiffeisenverband Salzburg (RVS) und UNIQA Salzburg, die Salzburger Bildungsdirektion und das Institut der Regionen Europas (IRE), die Pädagogische Hochschule Salzburg, Medienpartner Salzburger Nachrichten und alle engagierten Lehrerinnen und Lehrer im Organisationsteam. >>> alle Fotos vom Event Foto: Franz Neumayr
von Stefan Haböck 19. Februar 2026
Der neue Landesrat für ländliche Regionen, Maximilian Aigner, besuchte das Institut der Regionen Europas (IRE) zu einem Gedankenaustausch. Salzburg. Seit Dezember 2025 ist Maximilian Aigner Mitglied der Salzburger Landesregierung und als Landesrat für Land- und Forstwirtschaft, Wasser, Energie, Nationalpark, Asylquartiere und Volkskultur zuständig. Mit 25 Jahren ist er das jüngste Mitglied einer Landesregierung in Österreich. Der Tamsweger studierte Geschichte, Politische Bildung und Religion an der Universität Salzburg und unterrichtete unter anderem an einer Volksschule und an der Musikmittelschule. Am 18. Februar besuchte Landesrat Aigner das Institut der Regionen Europas (IRE) und tauschte sich mit IRE-Vorsitzendem Franz Schausberger über die Zukunft des Föderalismus und aktive Regionalpolitik im vereinten Europa aus. Landesrat Aigner betonte, dass in seinem Herzen Europa, Österreich, Salzburg und die Regionen Platz haben. Denn so müsse man leben, man dürfe das eine nicht gegen das andere ausspielen. Videostatement von Landesrat Maximilian Aigner: >>> In meinem Herz haben Europa und Salzburg Platz
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