Ukraine: Regionen stärken und vernetzen

4. Februar 2026

Ukraine: Regionen stärken und vernetzen

Bei einem Treffen mit Stefan Haböck, Ukraine-Experte und Policy Advisor am Institut der Regionen Europas (IRE), tauschte sich eine ukrainische Delegation über grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Regionen, sowie die Fortschritte bei der Dezentralisierungsreform aus. 

Wien. Ende Jänner traf IRE-Policy Advisor Stefan Haböck eine Delegation aus der Ukraine, bestehend aus Vertreterinnen und Vertreter von Regionalverwaltungen, Universitäten, Europa-Regionen und zivilgesellschaftlichen Organisationen, zu einem Arbeitsgespräch in Wien. 

Die 2014 gestartete Dezentralisierungsreform gilt als ein großer Erfolg und gab den lokalen Selbstverwaltungsgemeinden (Hromadas) mehr Macht. Die stärkere regionale Entwicklung und Demokratie war auch entscheidend für die Resilienz in den Regionen zu Beginn der vollen Invasion Russlands in die Ukraine im Jahr 2022. Der Krieg gegen die Ukraine hat die Dezentralisierung auch verlangsamt, sind doch viele Regionen (Oblaste) und lokale Selbstverwaltungsgemeinden (Hromadas) nun als Militärverwaltung (wenn auch unter ziviler Führung) eingestuft. Doch weiterhin besteht das Ziel, die Gemeinden und Regionen in der Ukraine weiter zu stärken. 

In den vergangenen Jahren habe sich mehrere ukrainische Regionen (Oblaste) auch zu Europa-Regionen zusammengeschlossen, um für den intensivierten internationalen Austausch ihre Stärken zu bündeln. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Regionen in der EU dient dabei dem best-practice Austausch zwischen Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft. 

Foto (v.l.n.r.): Stefan Haböck (IRE), Vasyl Poluyko (Direktor Westukrainisches Ressourcenzentrum), Oksana Bohutska (Internationale Beziehungen der Regionalverwaltung Oblast Czernowitz), Tetjana Schawlowska (Direktorin des Regionalen Entwicklungszentrums der Geisteswissenschaftlichen Universität, Ismajil), Prof. Myroslava Mylenka (Professorin für Ökologie an der Karpaten-Nationaluniversität, Iwano-Frankiwsk) und Prof. Ihor Kaspuk (Vizerektor für Internationale Zusammenarbeit der Universität für Wirtschaft und Recht, Lemberg).
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