ADR GEGEN ZENTRALISMUS BEI REGIONALFÖRDERUNG

18. März 2026

EUROPÄISCHER AUSSCHUSS DER REGIONEN GEGEN ZENTRALISMUS BEI REGIONALFÖRDERUNG

Laut einem Entwurf zum Mehrjährigen Finanzrahmen 2028-2024 der EU, soll es zu einer „Nationalisierung“ der Kohäsionspolitik und zu einer Bündelung verschiedener Fonds kommen. Eine Schwächung, vor allem kleinerer Regionen, wäre die Folge. Der Europäische Ausschuss der Regionen (AdR) lehnt den Entwurf in seiner jetzigen Form ab.


Brüssel . In Brüssel traf die IRE-Delegatio, bestehend aus IRE-Vorsitzendem Franz Schausberger, Generalsekretär Joachim Fritz und Office Managerin Anita Luketina, mit Kata Tüttő zusammen, der Präsidentin des Europäischen Ausschusses der Regionen. 


Die seit 2025 als Präsidentin amtierende Kata Tüttő ist die erste Ungarin, die an der Spitze einer EU-Institution steht. Mit ihr besprach man unter anderem die Pläne im Rahmen des Mehrjährigen Finanzrahmens der EU (MFF 2027 - 2034), Mittel aus der Regionalförderung in Zukunft nicht mehr an die Regionen direkt zu geben, sondern verstärkt über die nationale Ebene in den Mitgliedsstaaten abzuwickeln.


Kata Tüttő und Franz Schausberger waren sich einig, dass dies zu einer Zentralisierung innerhalb der Staaten führt und die - teils schon schwache - Stellung der Region weiter reduzieren wird. Dabei wäre das Gegenteil notwendig: Starke Regionen als Fundament eines erfolgreichen Europas.


Der Europäische Ausschuss der Regionen weist daher den aktuell vorliegenden Entwurf der Europäischen Kommission zurück, da er die Interessen der regionalen und lokalen Körperschaften zu wenig berücksichtige.



Franz Schausberger versicherte, dass auch das Institut der Regionen Europas (IRE) nachdrücklich gegen eine solche „Entmachtung der Regionen“ und gegen den Bruch des Partnerschaftsprinzips auftreten werde.


Die Ungarin Kata Tüttő war bis 2024 Vize-Bürgermeisterin von Budapest und ist seit 2025 Präsidentin des Europäischen Ausschusses der Regionen (AdR).


© European Union / Christophe Licoppe

von Stefan Haböck • 22. Oktober 2026
Wie viel Moral braucht der Markt – und wie viel Verantwortung kann man delegieren?
von Stefan Haböck • 13. Oktober 2026
Zwischen Stromnetz und Cyberfront: Wie sicher ist Europa?
von Stefan Haböck • 12. Oktober 2026
... sondern fühlt sich zu wenig gehört.
von Stefan Haböck • 12. Oktober 2026
Der demographische Wandel – eine der größten Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte
von Stefan Haböck • 6. Oktober 2026
Salzburg Europe Summit: Mehr Optimismus, Zusammenhalt und Temp in Europa
von Stefan Haböck • 6. Oktober 2026
Montenegro als Vorreiter - Panel diskutiert Reformfortschritte, wirtschaftliche Integration und neue Modelle der EU-Annäherung 
von Stefan Haböck • 6. Oktober 2026
Europas globale Rolle braucht wirtschaftliche Stärke und politische Handlungsfähigkeit
von Stefan Haböck • 1. Oktober 2026
Speech by H.E. Gordana Siljanovska-Davkova, State President of the Republic of North Macedonia
von Stefan Haböck • 21. September 2026
Wiener Neustadt: Zweitgrößte Stadt Niederösterreichs ist Mitglied des IRE
von Stefan Haböck • 6. Juli 2026
Das Unternehmen STIHL gilt als Weltmarktführer bei Motorsägen und Innovationsführer bei vielen Werkzeugen und Produkten der Forst- und Landschaftspflege.
Mehr Beiträge

Hot Issue - der Newsletter

Regelmäßige Informationen aus den Regionen Europas und von unseren Mitgliedern.


Regelmäßig informieren wir unsere Mitglieder sowie Interessierte über tagesaktuelle Themen und Entwicklungen in den Regionen Europas, den Institutionen der Europäischen Union und über die Aktivitäten des Instituts der Regionen Europas (IRE).


Melden Sie sich bei unserem Newsletter gerne jederzeit an

stefan.haboeck@institut-ire.eu

Tel: +43-662-843 288-30